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Waldburg Lage der Waldburg:
Die Burg liegt 772m.ü.M. auf einem Hügel, den die Würm-Eiszeit als höchste Erhebung der Umgebung übrig gelassen hat und der einst stark bewaldet war. Der steile Hang bot der Burg einen guten Schutz, verhinderte aber auch eine weitere Vergrößerung der Burganlage. Im 19. Jahrhundert wurde die Waldburg ein Vermessungspunkt der Landesvermessung des Königreichs Württemberg und bekam dazu eine Plattform auf das Dach gesetzt. Von der Aussichtsterasse sieht man bei guter Fernsicht den Bodensee, die Alpen von der Zugspitze bis zum Mont Blanc, den Hohentwiel (Singen) und das Ulmer Münster.
Zur Geschichte der Burg:

Gründung der Burg um 1100. Die Familie von Waldburg erhielt von den Welfen ein Amtslehen. Unter Kaiser Friedrich II wurden die Reichskleinodien (Herrschafts-Insignien des Kaisers) ca. von 1220 bis 1240 in der Waldburg aufbewahrt.
Im 13. / 14.Jahrhundert Neubau des Palas und Erweiterung des Kapellenturms.
1327 erfolgte der Bau der Kirche St. Magnus unterhalb der Burg.
Im 16. Jahrhundert Ausbau zu einem schlossähnlichen Herrschaftssitz.
Die Waldburg war die Heimatburg des Truchsess Georg III. von Waldburg-Wolfegg-Waldsee (Bauernjörg), der als Kommandeur der Truppen des Schwäbischen Bundes in den Bauernkriegen die aufständischen Bauern-Heere besiegte.
Herrschaftsstreit im 14. Jahrhundert:
Die Fürsten der Gegend planten die Unterwerfung derStädte.
Beim missglückten nächtlichen Überfall auf die freie Reichsstadt Wangen am 31. Juli 1389 wurde Hans von Waldburg schwer verletzt. Er, floh mit einigen seiner Ritter auf die Burg Leupolz, wurde dort nach 2-tägiger Belagerung gefangen genommen und auf der Insel Lindau in das Gefängnis gesteckt. Bei den Friedensverhandlungen wurde dann der Städtebund von König Wenzel bestätigt.
WangenUeberfall
Schutzpatrone Die Namenspatrone der Burgkapelle:
Willibald, Wunibald und Walburga waren als Kinder eines angelsächsischen Königspaares Geschwister, die als Missionare in Franken wirkten. Wunibald reiste im Jahre 720 mit seinem Bruder Willibald nach Rom und wurde dort Mönch. Beide wurden von Bonifatius zur Glaubensverkündigung in Germanien beauftragt und gründeten das Benediktiner-Kloster in Heidenheim in der Diözese Eichstätt. Willibald wurde Bischof von Eichstätt, Wunibald Abt des Klosters Heidenheim. Nach dem Tod von Wunibald kam Walburga nach Heidenheim, wandelte das Kloster in ein Doppelkloster um und leitete das Frauenkloster.

Kartendarstellung von Johann Andreas Rauch (1575-1632):
J.A. Rauch wurde in Bregenz geboren und lebte ab 1601 in Wangen (Allgäu) als Maler und Kartograph, der für seine Karten bereits Dreiecks-Berechnungen anwandte um möglichst genaue Abbildungen anzufertigen. Er fertigte viele Landkarten der Umgebung von Bregenz, Ravensburg und Wangen an, so auch die Kartendarstellung des Gebiets um die Waldburg an.
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