Leerraum Leerraum
 Das Schwörhaus von Ulm/Donau  GoogleMaps Standort in 3D ...   Bildergalerie
Schwörhaus UlmSchwörhaus Südost-Ansicht Schwörhaus Ulm
 Schwörhaus Eingangsseite
N
M 1:160
LED 250 Einzelteile | ED 26.o8.18 neu
 bisher über 600 Downloads 
Schwierigkeit:
schwieriges Turmdach, viele kleine Details
Maße ca. 33 cm x 17,5 cm x 23,5 cm (b/t/h)
13 Seiten DinA4 empfohlen in 160 g/m2...
KLartonmodellbogen 26 MB
pdf
 Informations-Links:
 Wikipedia Pauluskirche Ulm Schwörhaus Ulm
 Wikipedia Pauluskirche Ulm Schwörmontag
Ulm TourismusTourismus Ulm: zum Schwörhaus
Ulm TourismusUlm: Geschichte des Schwörmontags
Das heutige Schwörhaus wurde 1618 an seiner Stelle am Weinhof im Renaissance-Stil erbaut, nachdem dort seit 1345 der jährliche Schwörakt des Bürgermeisters in einem noch kleinen Schwörhäusle abgehalten wurde. Die oberen Etagen wurden als Kornspeicher verwendet, die Gewölberäume im Erdgeschoß als Arsenal (Waffenlager), später als Weinlager. Der Weinhof war vom 14. bis zum 19. Jahrhundert ein bedeutender Handelsplatz für Wein.
Der Schwörakt ist eine Wiederholung des Amtseids des gewählten 1. Bürgermeisters der einst freien Reichsstadt beim Läuten der Schwörglocke mit den Worten „... Reichen und Armen ein gemeiner Mann zu sein in allen gleichen, gemeinsamen und redlichen Dingen ohne allen Vorbehalt.“. Der Streit zwischen den Patriziern und den Zünften um die Macht wurde 1397 im großen Schwörbrief der Stadt Ulm beigelegt. Der jährliche Treueschwur von Bürgerschaft und Stadtrat erfolgte mit Unterbrechungen bis ins 19. Jahrhundert und wurde mit dem Verlust der Unabhängigkeit 1802 von den bayerischen, später den württembergischen Herrschern unterbunden. Die bayerische Herrschaft veranlasste auch gleich den Abbruch des "unnötigen", symbolträchtigen Schwörbalkons. 1910 ließ die Stadt den Balkon erneuern, nachdem das Gebäude zuvor an der Rückseite für das Stadtarchiv verlängert wurde.
Die Schwörfeier ist im Bild durch eine Figurengruppe und den schwörenden Bürgermeister auf dem Balkon angedeutet. Tatsächlich sind am Schwörmontag, dem großen Ulmer Stadtfest, Sitzplätze für mehrere hundert Personen aufgestellt. Im vierjährigen Turnus findet dann auch an der Donau das Fischerstechen und das Nabada (die Donau hinunter baden) als Wasserumzug mit Themenbooten und einer Vielzahl weiterer Teilnehmer statt.

  (c) Dieter Welz, Ulm  |  Jede Weiterveröffentlichung dieser Modellbögen ist grundsätzlich nur mit meiner Zustimmung zulässig.